Mensa International
Was ist Mensa?
Mensa International ist die weltweit bekannteste Hochbegabtenvereinigung. Gegründet 1946 in Oxford, England, von Roland Berrill und Lancelot Ware, hat die Organisation eine einfache, aber exklusive Mission: Menschen mit hoher Intelligenz zusammenzubringen, unabhängig von ihrem Hintergrund oder ihren politischen Ansichten.
Das Wort „Mensa“ bedeutet auf Latein „Tisch“ und symbolisiert eine Tafelrunde, an der alle Mitglieder gleichberechtigt sind.
Wie man beitritt: Die Top-2%-Regel
Mensa hat nur eine Voraussetzung für die Mitgliedschaft: Sie müssen ein Ergebnis im oder über dem 98. Perzentil bei einem beaufsichtigten, standardisierten Intelligenztest erzielen.
Was bedeutet das in Bezug auf IQ-Werte?
- Bei einem Test mit einer Standardabweichung von 15 (die meisten modernen Tests) entspricht dies einem IQ von etwa 130.
- Bei einem Test mit einer Standardabweichung von 16 entspricht es einem IQ von 132.
Mensa akzeptiert keine Online-„Spaß“-IQ-Tests. Bewerber müssen entweder einen beaufsichtigten Mensa-Einstufungstest ablegen oder zertifizierte Ergebnisse eines anerkannten Tests wie WAIS, Stanford-Binet oder Raven-Matrizen einreichen.
Der Zweck von Mensa
Mensa definiert seine drei offiziellen Zwecke wie folgt:
- Menschliche Intelligenz zu identifizieren und zu fördern zum Wohle der Menschheit.
- Die Forschung zu unterstützen über das Wesen, die Merkmale und die Anwendungen von Intelligenz.
- Ein anregendes intellektuelles und soziales Umfeld für seine Mitglieder zu schaffen.
Warum treten Menschen Mensa bei?
Für viele geht es bei Mensa um Gemeinschaft. Hochbegabte Individuen fühlen sich in ihrem täglichen Leben oft als „Außenseiter“. Mensa bietet einen Raum, in dem sie Small Talk überspringen und komplexe Diskussionen mit Menschen führen können, die Informationen in einer ähnlichen Geschwindigkeit verarbeiten.
Vorteile der Mitgliedschaft sind unter anderem:
- Special Interest Groups (SIGs): Tausende von Untergruppen, die sich allem widmen, von Kernphysik und Poesie bis hin zu Brettspielen und Schokolade.
- Jährliche Treffen: Groß angelegte Konferenzen, bei denen sich Mitglieder aus der ganzen Welt treffen.
- Networking: Ein globales Verzeichnis hochfähiger Personen in verschiedenen Branchen.
Kritik und Mythen
Mensa ist oft Gegenstand sowohl von Faszination als auch von Kritik.
- Der Mythos des „Elitarismus“: Einige betrachten Mensa als elitären Club. Mensa argumentiert, dass es eine der vielfältigsten Gruppen der Erde ist, da hohe Intelligenz alle sozialen, wirtschaftlichen und rassischen Grenzen überschreitet.
- Das Paradoxon des „Erfolgs“: Es gibt ein weit verbreitetes Missverständnis, dass alle Mensaner wohlhabende Genies sind. In Wirklichkeit ist Intelligenz nur ein Faktor für Erfolg. Man findet Mensaner, die Professoren und CEOs sind, aber auch solche, die Hausmeister, Künstler oder Taxifahrer sind.
Mensa und das „IQ-Archiv“
In unserem IQ-Archiv sind viele der vorgestellten Persönlichkeiten (wie Geena Davis oder Nolan Gould) bestätigte Mitglieder von Mensa. Für diese Prominenten dient die Mensa-Mitgliedschaft als externe Validierung der intellektuellen Kraft, die sie in ihre kreative oder berufliche Arbeit einbringen.
Fazit: Ein globales Treffen der Geister
Mensa bleibt der Goldstandard für Hochbegabten-Gleichgesinnte. Es dient als Erinnerung daran, dass Intelligenz ein Merkmal ist, das es verdient, gefeiert und vernetzt zu werden. Ob man es als prestigeträchtige Auszeichnung oder als unterhaltsamen sozialen Club betrachtet, Mensa bleibt das primäre Tor für diejenigen, die die Reichweiten des menschlichen kognitiven Potenzials erkunden möchten.